„Jede Kultur ist anders, aber niemals falsch.“

 

Tunesien

3.6. – 17.6.2007

 

Unser Flug von Leipzig geht erst kurz vor Mitternacht nach Monastir. In unserem Hotel „ Jinene“ kommen wir erst gegen 4:30 Uhr an und da wir schon sehr früh auf unsere Rundreise starten, lohnt es sich nicht schlafen zu gehen. Eine kalte Dusche und ein gutes Frühstück und wir brechen um 8:00 Uhr auf. Als erstes führt uns unsere Reise nach El Jem, wo wir uns ein Amphitheater anschauen. Wir erkunden das Theater von den Katakomben bis nach ganz oben, wo wir mit einem tollen Ausblick auf die Stadt belohnt werden.

Auf unserer weiterfahrt kommen wir an Olivenplantagen vorbei und durch eine Steinwüste. An der Straße sehen wir immer wieder kleine Häuschen, nicht größer als eine Bushaltestelle, an denen draußen geschlachtete Ziegen hängen.

Es ist sehr heiß und den Fliegen schmeckt das Fleisch sicher vorzüglich. Unser Mittagessen nehmen wir im Hotel „Diar el Berber“ ein, im Foyer liegt eine riesige Wüstenrose.

Das Hotel liegt mitten in der Wüste und außer ein paar Eseln gibt es hier nichts zu sehen. Unser nächstes Ziel ist das Höhlendorf in Matmata.

Das sind sehr interessante Behausungen, sie sehen eigentlich nicht wie Höhlen aus, die Räume sind rechteckig in den Felsen gehauen und angenehm kühl, die Innenhöfe sind nach oben offen. Eine Berberfrau verteilt Gläser mit sehr süßen Tee und wir dürfen uns alles anschauen. Die Räume sind sehr ordentlich eingerichtet und sehr sauber.

Unser nächstes Ziel ist Douz, das liegt direkt an der Sahara und wir gehen als erstes Kamelreiten, soooooooooooooooooooo viel Sand . . . Wir sehen einen jungen Fenek, das ist ein Wüstenfuchs. Aber eigentlich sind wir viel zu müde, um das alles zu genießen und sind deshalb auch froh als wir endlich in unserem Hotel „Sun Palm“ ankommen. Nach dem Essen finden wir sehr schnell den Weg in unser Bett.

 

Am nächsten Tag geht unsere Reise durch die Salzwüste „Chott el Jerid“. Eigentlich ist Salz weiß, aber im Licht der Sonne glitzert es hier rot und blau, ein Anblick, den man kaum beschreiben kann.

Unser nächster Stopp ist die größte Oase Tunesiens, Tozeur mit 500.000 Palmen, hier machen wir als erstes eine Kutschfahrt in eine Dattelplantage. Am liebsten wäre ich nicht in die Kutsche gestiegen, unser Pferd sieht halb verhungert aus, überall stehen die Knochen heraus. Aber da beißt sich wohl die Katze in den Schwanz, ohne Arbeit kein Geld und ohne Geld kein Futter fürs Pferd. Also steige ich widerwillig ein und hoffe, dass das arme Vieh nicht unter der Last zusammenbricht.

Die Plantage ist von Wassergräben durchzogen und unser Führer zeigt uns wie die Datteln geerntet werden, sie schmecken köstlich.

Wir machen noch einen Bummel durch die Medina und nehmen dann für 2 Tage Quartier im Hotel „Phedra“. Das Hotel ist sehr schön und hat einen tollen Pool mit Blick in die Wüste und auf einen Golfplatz. Und so springen wir noch schnell vor dem Essen in den Pool, eine willkommene Erfrischung.

 

Am nächsten Tag führt uns unser Weg wieder in die Sahara, diesmal mit dem Jeep.

Wir heizen über die Dünen und besuchen die Berbernomaden, sie leben unter primitivsten Bedingungen in der Wüste und halten Ziegen und Dromedare.

Wir fahren weiter und besuchen noch die Filmkulisse von „Star Wars“.

Wir sehen in der Ferne einen riesigen See, der aber nur eine Fata Morgana ist und einen Berg in Form eines Kamels. Über Nefta geht es dann zurück nach Tozeur.

 

Am nächsten Tag fahren wir entlang der algerischen Grenze, die erste Station ist die Bergoase Chebika. Wir steigen auf einen Berg, auf dem es einen Steinbock(aus Stein) gibt und haben einen tollen Blick auf das Ruinendorf. Wohnen tut hier niemand mehr, es ist nur noch ein Ausflugsziel für Touristen.

Wir fahren weiter, die Landschaft ist geprägt von Bergen und Canyons und machen halt in der Bergoase Mides, dort gibt es einen wunderschönen Canyon.

In Tamerza machen wir einen Spaziergang zu einem kleinen See mit Wasserfall.

Wir fahren zurück nach Tozeur und besuchen das Museum „Dar Cherait“. Es zeigt die Geschichte, die Kultur und das Leben in dieser Gegend.

Wir machen noch einen kleinen Stadtbummel und bestaunen die übergroßen Vasen an der Straße.

 

Wir verlassen am frühen Morgen Tozeur und kommen nach Sbeitla mit seiner 3000-jährigen Geschichte.

Wir schauen uns die Ruinen an, dass kapitolinische Heiligtum wurde dreigeteilt für Jupiter, Juno und Minerva. Sbeitla war ein Vorposten der Römer.

Wir fahren weiter nach Kairouan, dem Zentrum der Teppichhändler. Wir bestaunen die Aghlabidenbassins aus dem 9. Jh., die auch heute noch als Wasserspeicher dienen. Die Sidi-Oqba-Moschee ist die erste islamische Gebetsstätte auf afrikanischen Boden und ist wie jede Moschee den Männern vorbehalten. Unser letztes Ziel in der Stadt ist die auch Barbiermoschee genannte „Zawiya de Sidi Sahab“, die heute unter anderen die Koranschule beherbergt.

Wir fahren weiter nach Tunis, der Hauptstadt Tunesiens. Wir schauen uns das alte Stadttor, die Kathedrale und den Souk an und nehmen Quartier im Hotel „Ibn Khaldoun“.

Am letzten Tag der Rundreise führt uns der Weg nach Karthago, wir schauen uns den Archäologischen Park der Antonius-Pius-Thermen an. Nach 1900 Jahren und 3 Kriegen ist nicht sehr viel Schönes übrig geblieben, aber von den Terrassen hat man einen tollen Blick aufs Meer. Gleich neben dem Park liegt der Präsidentenpalast, er wird gut bewacht und natürlich ist fotografieren verboten.

Der nächste Stopp ist ein kleines Künstlerstädtchen namens Sidi bou Said. Die Häuser sind alle in weiß und blau gehalten und vom Friedhof, dem höchst gelegenen Platz, hat man auch einen fantastischen Blick auf das Mittelmeer und den Ort.

Wir machen einen Bummel durch den Ort und besuchen ein Museum.

Dann geht es zurück nach Sousse, wir verbringen noch eine Nacht im Hotel „Jinene“ bevor wir für noch eine Woche nach Port el Kantaoui ins Hotel „Seabel Alhambra“ ziehen.

In Sousse schauen wir uns noch am Nachmittag den Hafen,

die Media und die Kasbah an, besteigen den Leuchtturm und sehen uns den Ribat an.

Port el Kantaoui ist ein sehr schönes und sauberes Städtchen das ganz auf die Bedürfnisse der Touristen ausgerichtet ist, ein schöner Hafen in dem man in See stechen kann,

Geschäfte für Souvenirs und andere schöne Dinge, Restaurants, ein Freizeitpark, Parkanlagen und ein kleiner Zoo, man kann Kutschfahrten unternehmen oder mit dem Quad in die Umgebung fahren.

Unser Hotel war sehr schön, die Zimmer waren sauber und großzügig, wir hatten eine Terrasse die von außen nicht einsehbar ist. Die Hotelanlage ist sehr weitläufig mit viel Wasser und Grün, es gibt einen Pool, ein Hallenbad und einen schönen Strand.

Es werden verschiedene Aktivitäten angeboten wie Tennis, Golf und Gymnastik, wir sind immer zum Bogenschießen gewesen. Am Strand gab es Boote und Wassertreter, wir haben es mal mit Paragleiten versucht.

Jeden Abend nach dem Essen ist Tanz und anschließend ein abwechslungsreiches Programm.

Die Mahlzeiten gab´s in Büfettform und waren sehr abwechslungsreich und schmackhaft, am besten fand ich immer die Kuchen- und Nachspeisenbüfetts.

Im Ort haben wir eine Fahrt mit einem Glasbodenboot gemacht und haben den Zoo besucht. Nach einer erholsamen Woche im Hotel ging es mit dem Bus zum Flugplatz Monastir und von dort zurück nach Leipzig.

 

Wir reisten mit Neckermann, die Reise war gut organisiert und es hat alles gut geklappt. Das einzigste Manko war der späte Flug am Anfang unserer Reise, dafür haben wir einen Gutschein von Neckermann erhalten.

 

Unser Reiseleiter hat sehr gut deutsch gesprochen, war sehr nett und hat auch bei Problemen geholfen. Allerdings gab es Dinge, über die er nicht bereit war Auskunft zu geben wie z.Bsp. Rechte der Frauen oder Religion.

 

 

© 2012 Copyright by

"Meine Liebe - Afrika" 

 

 

Wer sich von Afrika hat verführen lassen,

der findet seiner Lebtag kein Messer mehr,

um die Fesseln zu zerschneiden,

die ihn an das Land binden.

Die Nase gibt den Duft von Afrika nicht mehr frei,

die Ohren nicht seine Melodie.

 

             Zitat von Stefanie Zweig

 

 

 

 

 

 

Letzte Aktualisierung

 

19.08.2019